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Das Ärztehaus

 
Cham kam 1824 zu einem Armen- und Waisenhaus, als «edelgesinnte Menschen» der Gemeinde das ehemalige Wirtshaus «Zum Roten Bären» schenkten. Schon bald genügte es den Ansprüchen nicht mehr. Es brauchte in der Folge mehrere Bürgerversammlungen (schon damals!), zuletzt jene von 1888, bis Cham im 19. Jahrhundert zu einem neuen Asyl kam. Unter der Leitung der beiden bekannten Zuger Architekten Keiser und Bracher entstand ein modernes Spitalkonzept, das im November 1909 in Betrieb genommen werden konnte. Das Kloster Heiligkreuz stellte Schwestern und treubesorgte Pflegerinnen zur Verfügung, die während Jahrzehnten für den guten Ruf des Asyls beigetragen hatten.

Schon nach zehn Jahren des Bestehens machte sich ein starker Raum- und Bettenmangel bemerkbar. Als im Jahre 1920 der Bund zur Förderung der Hochbautätigkeiten namhafte Subventionen ausschrieb, erfgriff der Bürgerrat die Gelegenheit, durch den Anbau des Nordflügels die Bettenzahl um rund 40 Prozent zu erhöhen. An die Einweihung im Jahre 1924 erinnert die nebenstehende Gedenktafel.

In wechselnden Funktionen erfüllte das Asyl bis 1993 seinen Dienst. Dann machte die Feuerpolizei Druck auf den Bürgerrat, das Asyl aus feuerpolizeilichen Gründen zu schliessen.

Der Bürgerrat suchte nach neuen Lösungen und ging 1994 eine Kooperation mit dem amerikanischen Klinikkonzern AMI ein und später mit der AndreasKlinik Cham. Bereits 1997 konnte das renovierte und umgebaute Ärztehaus mit mehreren Praxen in Betrieb genommen werden. Die Bürgergemeinde hat das Ärztehaus im Baurechtsvertrag an die AndreasKlinik abgegeben und ist daher noch immer die Eigentümerin der Liegenschaft.
 

 
Das Asyl mit dem Anbau aus dem Jahre 1924
 
Text auf der Gedenktafel: «Den grossherzigen Gönnern, die durch ihre Gaben zum Gelingen und zur Erhaltung unseres Werkes beigetragen haben, spricht die Gemeinde ihren tiefen Dank aus. Möge das spätere Geschlecht sein Erbe mit treuem Brudersinn erhalten. Bürger und Einwohner von Cham. 1924.»